Donnerstag, 16. Mai 2013

Flug nach Jerez de la Frontera

Um 13:00 Uhr holt mich Reinhard ab und bringt mich zum Flughafen - Terminal 2. Schnell ist mein Rucksack bei TUIfly eingecheckt - Er hat angeblich nur 8,6 kg. Ich laufe noch ein bisschen am Flughafen herum bis Zeit zum Boarden ist. Pünktlich startet der recht gut besetzte Flieger. Es gibt sogar ein richtiges Essen an Bord und das Wetter wird während des Fluges immer besser. Sehr pünktlich landen wir in Jerez und auch das Gepäck ist schnell da. So gelingt es mir, einen der nur 3 Züge zu erwischen, die vom Flughafen nach Jerez fahren - kostet nur 1.70 EUR. Ich glaube, ich bin der einzige Fahrgast. Nach etwa einer Viertelstunde erreichen wir den Bahnhof von Jerez, der mit schönen Kachelbildern dekoriert ist. In knapp 20 Minuten komme ich zu meinem kleinen Hotel - Hotel Al Andalus, Calle Arcos 29, Jerez de la Frontera - ist richtig schön andalusisch. Später mach ich noch einen kleinen Rundgang durch Jerez (Turismo Jerez) - obwohl ich schon öfters da war, kommt es mir ziemlich fremd vor. In der Nähe des Hotels kaufe ich noch etwas zu Trinken in einer Tienda und gehe auf mein Zimmer, wo ich meinen Proviant zum Abendessen verzehre.

Freitag, 10. Mai 2013

Bald geht es los

Das Credencial hatte ich mir schon vor einigen Wochen bei der SJB Trier besorgt. Heute ist dann die Entscheidung gefallen: Am Donnerstag, dem 16.Mai 2013 werde ich mit TUIfly von FRA nach Jerez XRY fliegen, dort übernachten und am nächsten Tag mit der Bahn (RENFE) nach Sevilla weiterfahren. Am Sonntag, dem 19. Mai 2013 beginnt dann mein Camino...

Diese beiden Unterkünfte habe ich über Booking.com reserviert:

Hotel Al Andalus, Calle Arcos 29, Jerez de la Frontera - Google Maps
Albergue Inturjoven, Calle Isaac Peral 2 (Reina Mercedes), Sevilla - Google Maps

Mittwoch, 1. Mai 2013

Noch ein Film über den Camino

Zufällig bin ich auf einen mir bisher nicht bekannten Film über den Camino gestoßen:

Ich trag dich bis ans Ende der Welt


Die Hauptdarsteller sind Elmar Wepper und Ann-Kathrin Cramer - beide sind großartig.. Die Geschichte dieses ungewöhnlichen Caminos von Vater und Tochter wird sehr sensibel erzählt und macht nachdenklich. Sehr Sehenswert!

Es wird Zeit, dass ich losgehe...

Mittwoch, 10. April 2013

Etappen

Das könnten mögliche Etappenorte sein:


Höhenprofil von Sevilla bis Santiago de Compostela

Donnerstag, 4. April 2013

Der Plan

Ich habe jetzt einen vorläufigen Plan für meine Via de la Plata ausgearbeitet:

Andalucia (Provinz Sevilla)
Sevilla - km 0   UNESCO 
Extremadura (Provinzen Badajoz und Caceres)
Zafra - km 150
Merida - km 215   UNESCO 
Caceres - km 300   UNESCO 
Plasencia - km 390
Castilla y Leon (Provinzen Salamanca und Zamora)
Salamanca - km 510   UNESCO 
Zamora - km 580
Puebla de Sanabria - km 730
Galicia (Provinzen Ourense, Pontevedra und A Coruna)
Ourense - km  990
Santiago de Compostela - km 1000   UNESCO 
Finisterre ? - km 1110

Vorsichtig geschätzt muss ich für die gesamte Strecke mit ca. 60 Tagen rechnen - darin enthalten sind je ein Ruhetag in Merida, Salamanca und Ourense und 2 Tage in Santiago de Compostela. Daraus ergibt ergibt sich eine durchschnittliche Etappenlänge von ca. 20 km.

Dieser Weg wird kein leichter sein...

Sonntag, 24. März 2013

Camino 2013

Seit einigen Wochen überlege ich schon, welchen Camino ich in diesem Jahr gehen könnte. Lange war die Via Podiensis von Le Puy-en-Velay in der Auvergne nach Saint-Jean-Pied-de-Port in den Pyrenäen mein Favorit. Dabei könnte ich auch die im vorigen Jahr ausgelassene erste Etappe des Camino Frances von Saint-Jean-pied-de-Port nach Roncesvalles nachholen. Im Februar hatte ich mir bereits den Wanderführer von ROTHER für die Via Podiensis gekauft.

Aber mittlerweile gefällt mir die Via de la Plata von Sevilla über Merida, Caceres, Salamanca, Zamora und Ourense nach Santiago de Compostella doch besser. Jetzt habe ich mir die beiden bewährten Wanderführer von ROTHER und OUTDOOR für die Via de la Plata besorgt und werde mit der Ausarbeitung der Route beginnen. Von der Website des Rother-Bergverlagsst können die sehr hilfreichen GPS-Daten heruntergeladen werden - auch die Leserzuschriften sind wichtig, um über aktuelle Veränderungen informiert zu sein. Beim Conard Stein Verlag, der die OUTDOOR-Führer herausgibt, gibt es lange Liste von Updates zum Download. Darin finden sich neben aktualisierten Informationen zu Unterkünften und Wegänderungen zwei weitere nützliche Links um die Beschreibungen für den Weg nach Finisterre und den Weg nach Muxia herunter zu laden und außerdem ein Link zu seidelgraphik.de, wo man GPS-Daten herunterladen kann.

Beim Studium der Führer und anderer Ressourcen im Internet merkte ich sehr bald, dass der Begriff der Via de la Plata nicht so leicht zu fassen war. Zunächst mal ist die Via de la Plata a priori kein Pilgerweg sondern eine bereits in vorrömischer Zeit wichtige Nord-Süd-Verbindung für Hirten (Triftweg) und phönizische Händler erreichten so die Bodenschätze in Nordspanien (Las Medulas). Die Römer bauten dann diesen Weg zur befestigten Calzada Romana aus, die vor allem die großen Römischen Städte Merida (Augusta Emerita) und Astorga (Asturica Augusta) verband aber wohl auch damals schon bis Sevilla (Hispalis und Italica) weiterführte. Als anfangs des 8 Jahrhunderts die Mauren die Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel übernahmen wurde auch von ihnen diese wichtige Verbindung weiter ausgebaut. Im Zuge der Reconquista war diese Strecke wichtig, um Andalusien zu erreichen. In dieser Zeit entwickelte sich auch der irreführende Name "Via de la Plata", der sich herleitet von der arabischen Bezeichnung "Bal'latta", was großer gepflasterter Weg bedeutet - mit Silber hat dieser Weg also nichts zu tun. Ende des 13. Jahrhunderts wurden durch König Alfons X. die Canadas Reales geregelt - diese Triftwege, die auch auf dieser Strecke verlaufen, hatten bis ins letzte Jahrhundert große Bedeutung. Auf der Via de la Plata wurden die in den andalusischen Häfen eintreffenden Waren aus den Kolonien auch ins Binnenland gebracht. Im 18. Jahrhundert verlor die Via de la Plata wegen die Neuordnung der Fernstraßen durch König Philipp V. mit der Zentralisierung auf Madrid viel an Bedeutung.  Heute ist diese periphere Verbindung, die oft auch Ruta de la Plata genannt wird, wieder wichtig und hier verläuft von Sevilla bis Gijon die Carretera Nacional  N-630  und die Autovia Ruta de la Plata  A-66 , die ein Teil der Europastraße Ruta Europea  E803  ist. Der rot-weiß markierte Fernwanderweg (Sendero de Gran Recorrido)  GR-100  führt von Astorga nach Merida.

Nachdem ich nun die lange Geschichte der Via de la Plata verstanden hatte, stellte sich die Frage wie ich eigentlich nach Santiago de Compostela komme. Im Untertitel des OUTDOOR-Führers taucht der Mozarabische Jakobsweg auf. Bisher dachte ich, dass es sich dabei um den Weg von Granada über Corodoba nach Merida handele, was aber offenbar nicht ganz richtig ist. In der Tat endet der Mozarabische Jakobsweg natürlich nicht in Merida, sondern er folgt von dort aus der Via de la Plata bis Granja de Moreruela - zwei Tagestouren nördlich von Zamora - wo der letzte Teil des Mozaribischen Caminos nach Westen abbiegt. Dieser Weg wird auch sehr oft Camino Sanabres genannt nach der Region Sanabria im äußersten Westen der Provinz Zamora. Auf diesem Weg erreicht man über Ourense schließlich Santiage de Compostela. Der gesamte Weg wird auch Camino de Santiago de la Plata genannt.

Zum Camino Sanabres gibt es zwei Alternativen: Eine ist der von Zamora durch Portugal führende Camino Portugues de la Via de la Plata, der über Braganca geht und bei Verin in Galicien dann wieder auf den Camino Sanabres trifft. Die zweite Option ist, der Via de la Plata bis Astorga zu folgen und dann auf dem Camino Frances nach Santiago de Compostella weiter zu pilgern. Die meisten Pilger auf der Via de la Plata, werden allerdings den Camino Frances schon gegangen sein und von daher genau wie ich den Camino Sanabres vorziehen.

Ich werde von jetzt an meinen diesjährigen Weg Camino de la Plata nennen.

Sonntag, 3. März 2013

Statistiken

Das Pilgerbüro hat die neuesten Statistiken veröffentlicht. Im Jahr 2012 sind 192.488 Pilger in Santiago angekommen, die sich wie folgt zusammensetzen:

56,5 % Männer   -   43,5 % Frauen

28,4 % jünger als 30   -   56,8 % zwischen 30 und 60   -   14,8 % älter als 60

85,6 % zu Fuß   -   14,2 % mit dem Fahrrad

Herkunft der Pilger:
49,5 % - Spanien
8,1 % - Deutschland
6,4 % - Italien
5,4 % - Portugal
5,2 % - USA + Canada
4,2 % - Frankreich
4,0 % - UK + Irland
3,0 % - Lateinamerika
2,6 % - Benelux
2,4 % - Skandinavien
1,8 % - Korea + Japan

Pilgerweg:
70,1 % - Camino Frances
13,3 % - Camino Portugues
6,7 % - Camino del Norte
4,2 % - Via de la Plata



2012: 192,488
2011: 183.366
2010: 272.135 (Heiliges Jahr)
2009: 145.877
2008: 125.141
2007: 114.026
2006: 100.377
2005: 93.924
2004: 179.944 (Heiliges Jahr)

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Mein Camino auf Google Earth / Maps

Die KML-Files für Google Earth können hier herunter geladen werden: 
Direkte Links zu Google Maps: